Was macht eigentlich... Tristan Seith?

14. November 2018 • Schauspiel

Im Herbst feiert die Theaterakademie ihr 25-jähriges Bestehen – und wir fragen uns: Was ist eigentlich aus den rund 1000 Absolventinnen und Absolventen geworden? Bevor sie hoffentlich möglichst vollzählig am 10. November zum großen Alumni-Treffen an "ihre" Akademie zurückkehren, stellen wir ein paar von ihnen fünf Fragen. Heute erzählt Schauspielabsolvent Tristan Seith, was zwischenzeitlich passiert ist.

Tristan Seith

Dinge, die ich an der Akademie gelernt habe:

Selbst Techniken und Traditionen von Schauspiel die ich nicht so gut finde, muss ich erst einmal beherrschen lernen um sie glaubhaft zu überwinden. Schönen Gruß an meine Sprechlehrer.

Dinge, die ich vom Leben gelernt habe:

Zwei Dinge:
Mach' den Beruf nicht zu deinem Leben, denn dann hast du keines.
(Im Nachruf heißt es dann: „Er/Sie (†52) brannte fürs Theater!“)
Und es geht nicht um dich - es geht um‘s Publikum.

Was zwischenzeitlich passiert ist – in einem Satz:

Von der Akademie direkt an das Deutsche Schauspielhaus Hamburg war der Hammer. Aber als ich dann nach 6 Jahren wieder weg wollte, beschloss ich mich erst einmal 6 Jahre vom Staatstheaterbetrieb zu erholen. Nächstes Jahr ist die Pause vorbei. Nun würde ich mal eine Drehpause einlegen, wenn etwas Gutes kommt.

Mein schönstes Ferien…, nein: Akademie-Erlebnis:

Tatsächlich die Aufnahmeprüfung. Ohne Schulabschluss oder gelernten Beruf studieren zu können, war für mich das absolute Wunder und ist schwer zu toppen.

Alles nochmal genauso? Wenn ich wieder an der Theaterakademie studieren würde…

Ich würde noch mehr ins Kino, ins Theater und ins Museum gehen und noch mehr Bücher lesen. Du wirst nämlich nie wieder so viel Zeit dafür haben. Nie. Wieder.

Was ich der Theaterakademie zum 25. Geburtstag wünsche:

Eine Gerda Marko Statue. In irgendeiner letzten Reihe.

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