Operetten-Musik anders

14. Juni 2016 • Regie • erstellt von Stefanie Fischer

Wie klingt Der Teufel auf Erden? Auf jeden Fall: ganz anders als man es von der klassischen Operette erwarten würde. Wir haben mal bei einer der Bandproben vorbeigeschaut – und ganz unten gibt's auch noch einen ersten Höreindruck!

Es wird Zeit mit einigen Vorurteilen in Bezug auf die Operette aufzuräumen: 

  • Erstens: Operette ist nicht gleichzusetzen mit antiquierten Schunkelmelodien
  • Zweitens: Die Schlager von damals sind nichts anderes als Pop-Songs von heute
  • Drittens: Niemand hat gesagt, dass Operette nur mit Orchester gespielt werden kann
  • Viertens: Operette lebt von Zitaten und Anspielungen - wir waren so frei dies wörtlich zu nehmen.

Unter der Leitung von Tom Smith fand sich vor einigen Wochen das Hornung-Knut-Wolfgruber-Trio zu einem ersten gemeinsamen Probieren für Der Teufel auf Erden zusammen. Während im Nebenraum das Ensemble die Choreografien noch nach trockenen Midis probte, erklang im Opernstudio der Theaterakademie August Everding das erste Mal die neue Komposition von Tom Smith und Jacopo Salvatori, die gemeinsam die Musik von Suppé arrangiert und umkomponiert haben. 

Jeden Akt haben sie unter dem Einfluss eines anderen Musikstils komponiert, der dessen Atmosphäre akzentuiert. So ist im ersten Akt Prog-Rock und Heavy Metal zu hören, während der zweite Akt mehr an Rhythm’n’Blues erinnert. Im dritten Akt zeigen sich dann Parallelen zum Bebop und Country Western, während der vierte Akt sich mitunter in Techno und Pop Sounds entwickelt. 

Einen ersten Eindruck, wie das klingt findet ihr hier:

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