Ein Tag an der Theaterakademie August Everding

30. Januar 2018 • Schauspiel • erstellt von Marc Schmuck

Karo und Peter starten in unserem neuen Trailer eine Tour durch die Theaterakademie und lernen dabei allerhand über ihre acht Studiengänge. Wie es zu dem Projekt kam und wer alles beteiligt war, erfahrt Ihr im Folgenden.

Der Regisseur und HFF-Student Alex Schaad mit Kameramann Ahmed El Nager

Am 03. Februar 2018 findet der Tag der offenen Tür in der Theaterakademie statt und damit man sich auch vorab schon ein Bild davon machen kann, was hier den ganzen Tag so passiert, gibt es jetzt einen Trailer.

Verantwortlich gezeichnet hat dafür der gebürtige Kasache und Student der HFF, Alex Schaad, der sich bereits einen internationalen Ruf gemacht hat. 2016 wird sein Social-Media-Thriller Invention of Trust von der Academy of Motion Pictures Arts and Sciences  in Hollywood mit dem goldenen Studenten-Oscar ausgezeichnet. 

Im Dezember vergangenen Jahres ist er für ein kleineres aber dennoch nicht weniger  spannendes Projekt zurück nach München gekommen: Ein Tag an der Theaterakademie August Everding.

Viele der Ideen für den Film sind Spontaneinfälle und werden durch Improvisation der Mitwirkenden umgesetzt

Die ursprüngliche Idee für den Film stammt von der Dozentin für Sprechen und Kamera-Acting, Carola von Seherr-Thoss. Praxisbezogene Projekte stehen im Zentrum ihrer Arbeit mit dem dritten Studienjahr Schauspiel. Wichtig ist ihr dabei, dass die Produktionen nicht in irgendwelchen Archiven der Theaterakademie verschwinden, sondern in die Öffentlichkeit getragen werden.
So haben die Studierenden beispielsweise die Gelegenheit,  bei der Vertonung von Podcasts für verschiedene Stücke der Theaterakademie Erfahrungen vor dem Mikrophon zu sammeln und ihre Audiopraxis zu vergrößern.  Auch beim Kameraworkshop erlernen die Studierenden wichtige Tools, um sich erste Drehtage zu verschaffen: E-Castings mit dem Smartphone (eine vorgegebene Szene für einen Profidreh, die potenzielle Darsteller innerhalb eines Tages selbstständig aufnehmen und schneiden müssen, um ihr Talent unter Beweis zu stellen) und About Me‘s. Das sind  kurze Videos, in denen sie sich im Interview-Stil präsentieren können.
Das dritte und bislang letzte Projekt des Kameraworkshops ist nun der Trailer für den Tag der offenen Akademie. Hier haben die Studierenden die Chance, mit einem jungen Regisseur der HFF zusammenzuarbeiten. Dabei ist es Carola von Seherr-Thoss wichtig, dass das Konzept dafür zusammen mit dem Regisseur und den Schauspielern entwickelt wird. An den Drehtagen soll es dann auch viel Raum für Improvisationen und die Umsetzung spontaner Ideen geben. Ein fast normaler Ablauf einer Produktion also, der dann später bei einem großen Filmdreh ähnlich aussehen könnte... 

Zu Gast im Büro des Präsidenten der Theaterakademie Hans-Jürgen Drescher

Ganz praktisch eigentlich, wenn man das dann direkt mit der Kunst verbinden kann und am Ende auch noch etwas Schönes herauskommt.
Dabei ist die erzählte Geschichte so einfach wie genial: Die unerfahrene und vom Theaterbetrieb leicht überforderte Karo trifft im Kantinenhof auf den „großartigen Schauspieler Peter Blum“ und will unbedingt alles über die unterschiedlichen Berufe am Theater wissen. Wie gut, dass Peter selbst Student an der größten Ausbildungsstätte für Bühnenberufe im deutschsprachigen Raum ist und ihr kurzerhand die acht Studiengänge vorstellen möchte.

Die Maskenbild-Studentin erzählt, was sie im Studiengang Maskenbild - Theater und Film alles lernt

Nach einer Besprechung mit dem Produktionsteam steht schnell fest: Es soll keine differenzierte Beschreibung der Studiengänge geben, sondern die Protagonisten werden die verschiedenen Sparten mit der Frage „Was tust Du gerade?“ besuchen. Und so kommt es, dass Karo erfahren darf, dass KulturkritikerInnen nicht nur Besprechungen in der Zeitung veröffentlichen, sondern auch Podcasts für das Radio einsprechen, MusicaldarstellerInnen sowohl Singen als auch Tanzen müssen und MaskenbildnerInnen ca. 80 Stunden zum Knüpfen einer Perücke brauchen. Der  Bühnenbildner erzählt, was es für die Aufnahme in seinen Studiengang an Talent und technischem Verständnis braucht, die Dramaturgin gibt Einblicke in ihre spätere Arbeit an einem Theater und der Opernsänger macht Karo einfach nur schöne Augen. Und bis sie sich versieht, wird Karo selbst Teil des spektakulär inszenierten Schlussbildes mit einer fliegenden Kamera.

Um sich vom Endprodukt und der Akademie im Allgemeinen selbst ein Bild machen zu können, einfach hier klicken und vor allem: Am Tag der offenen Akademie am 3. Februar 2018 von 10:00 bis 17:00 Uhr vorbeischauen. 

Ein Tag an der Akademie: der Film

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