EigenArten: bound|aries

06. Juli 2018 • Kulturkritik Dramaturgie Bühnenbild und -kostüm • erstellt von Theresa Kost

Gerade ist die Hidden Company noch etwas versteckt im Pathos in der Dachauer Straße am Proben. Bald wird sie jedoch mit ihrem Projekt "EigenArten: bound|aries" in die Theaterakademie umziehen und dort am 13. Juli Premiere feiern. Die Dramaturgiestudentin Theresa Kost gibt in unserem Blog schon vorab Einblicke in den Entstehungsprozess und beschreibt die Fragen, die das Kollektiv umtreiben.

Am Anfang stand die Frage der Revolution…

Wenn wir endlich auf der Bühne stehen, wird hinter uns ein langer, spannender Denk- und Probenprozess liegen, an dessen Anfang die Frage nach der Revolution stand – und damit die nach den Grenzen, den bound|aries, die zu überschreiten sind. Denn aus der Grenzüberschreitung entsteht die Veränderung und aus vielen Veränderungen am Ende eine Revolution. 
Und nach der Revolution steht man wieder vor neuen Grenzen. Und einer neuen Revolution. Und wenn wir uns so umschauen, dann wäre die Revolution mal wieder nötig. 

Aber wo fangen wir da an? Welche Grenzen können wir überschreiten in diesem komplexen Geflecht von politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Strukturen, denen gegenüber wir uns zunehmend machtlos fühlen? An die Stelle greifbarer Grenzen und Feindbilder, wie sie Generationen vor uns vielleicht noch hatten, sind diffuse Bedrohungen getreten, die wir kaum greifen, geschweige denn bekämpfen können. 
So machten wir uns also Gedanken über unsere ganz persönlichen und individuellen Grenzen und haben diese Überlegungen in unserem Video festgehalten:



Also stehen wir da: fünf junge Menschen der Generation Y, die Angst vor einem Arztbesuch haben und sich scheuen, alleine ins Kino zu gehen oder mit dem Partner über sexuelle Vorlieben zu reden. Deshalb setzen wir hier an, starten die Revolution im Kleinen, in uns selbst, indem wir uns von unseren alltäglichen persönlichen Grenzen und selbst auferlegten Beschränkungen befreien!

Wir, die Hidden Company, sind eine Gruppe, bestehend aus einer Bühnenbildstudentin, einer Kulturkritikstudentin, einer Dramaturgiestudentin, einem Theaterwissenschaftsstudenten und einer Juristin mit Spaß an der Grenzüberschreitung. Fünf Individuen, fünf Charaktere, fünf Ausgangspunkte, von denen wir uns der Auseinandersetzung mit unseren Grenzen angenähert haben und dabei auf ganz verschiedene Umgangsweisen gestoßen sind. All diese Unterschiede bringen wir in unser Projekt ein! 

Ob wir es schaffen, unsere persönlichen Grenzen zu überschreiten, wird sich am 13. und 14. Juli an der Theaterakademie und ab dem 17. Juli im Pathos München in EigenArten: 
bound|aries zeigen.

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